Zwei Männer machen Party.

Goschad & wüd

[eippa]

auch »eppa«

vielleicht, möglicherweise, etwa

Ein im Burgenland häufig und gern verwendetes Wortschmankerl. Eippa ein sehr geeignetes Motiv für Vielverwender und Liebhaber unserer Mundart.

Gähn – Streck – und los geht’s. …

“Maunchas moi is hoid scho zach.” – Und trotzdem raffen sie sich tapfer auf:
die loyalen Mitarbeiter, die guten hilfsbereiten Freunde und liebenden Familienmitglieder.

Sie überwinden gekonnt den inneren Schweinehund und wirklich sehr selten sind sie nicht verfügbar. Dann gönnen sie sich eine Pause. Wohlverdientes Krafttanken und wieder Lust schöpfen.

Ein Motiv für meist top Motivierte und für gewöhnlich freudvoll Schaffende.

[ˈɡiftniɡl ̩ ]

Zornpinkerl

„I wü oba ned! Und hiatzand scho glei gor ned!“ – Oh, wer kennt sie nicht: die Zuanpinkel. Ob kleine Kinder oder ausgewachsene Erwachsene – es gibt sie da und dort. Dieses Motiv soll helfen sie schneller zu identifizieren und ein wenig vorgewarnt zu sein. Potentiell wutentbrannte Grummler mit hochrotem Kopf, wir lieben euch trotzdem! Und irgendwo muss er ja hin der Zorn. Giftnigelt nur weiter und freut euch in voller Selbstakzeptanz über dieses wunderbare Motiv. Denn die eigenen Schattenseiten mit einem Augenzwinkern zu sehen und zu sich selbst zu stehen, finden wir ganz gesund.

[ˈɡiftniɡl ̩ ]

Zornpinkerl

„I wü oba ned! Und hiatzand scho glei gor ned!“ – Oh, wer kennt sie nicht: die Zuanpinkel. Ob kleine Kinder oder ausgewachsene Erwachsene – es gibt sie da und dort. Dieses Motiv soll helfen sie schneller zu identifizieren und ein wenig vorgewarnt zu sein. Potentiell wutentbrannte Grummler mit hochrotem Kopf, wir lieben euch trotzdem! Und irgendwo muss er ja hin der Zorn. Giftnigelt nur weiter und freut euch in voller Selbstakzeptanz über dieses wunderbare Motiv. Denn die eigenen Schattenseiten mit einem Augenzwinkern zu sehen und zu sich selbst zu stehen, finden wir ganz gesund.

[goschadt]
auch »goschert« bzw. »gouschat«

frech, vorlaut, redegewandt

Manch eine*r ist stolz aufs „goschad“ sein und anderen möchte man es vielleicht gern mit einem Augenzwinkern auf den Leib schreiben. Wir lieben sie, die „Goschadn“. Das richtige Motiv für alle, die sagen, was sie denken, die um keine Antwort verlegen sind und die meisten Kinder, weil die wunderbar ungebremst und ungefiltert „goschad“ sein dürfen.

[ˈɡʃpo̯asi]
auch »Gschpasich«

eigenartig, außergewöhnlich, verdächtig

“Oiso wer isn des eigentlich ned?” – Wir finden ja: Jeder is a bissl gschpoasi für alle anderen. Und das macht Leben auch aus – die bunten Leute mit ihren Eigenarten. Samma si ehrlich, sunst warads doch eh fad. Mit diesem Motiv feiern wir die Eigenartigen und Außergewöhnlichen. Selten finden wir was verdächtig dran, vielmehr großartig.

[ ˈhɐt ]

typisch burgenländisches Füllwort

oft zweifelnd oder missbilligend

[Haid kaonst mi: moscharln]

Heute kannst mich gern haben! bzw. Rutsch mir doch den Buckel runter!

Das Motiv für die Tage, an denen einen bitte niemand um etwas fragen soll. Unwille und Grant könnten an der für andere unbrauchbaren Tagesverfassung mitwirken. Das Warum dahinter sei aber dahingestellt, weil unwichtig. Fix ist, dass Träger*innen dieses Motivs eindeutig gleichgültiges und unkooperatives Verhalten markieren können. Hervorragend auch für sture, von sich selbst überzeugte und trotzige Kinder geeignet.

[ laʊzɐ ]

kleiner Schlingel, Schelm

“Du Laus Du, wos is do los?” – Etwas schelmisch, bisschen frech und doch unterhaltsam. So bringen uns die Lauser öfter zur liebenvollen Verzweiflung. Ohne sie wäre es uns ja doch ziemlich langweilig, oder? Das ist unser Motiv für die allerkleinsten Schlingel, die wir so sehr ins Herz geschlossen haben.

[ laʊzɐ ]

kleiner Schlingel, Schelm

“Du Laus Du, wos is do los?” – Etwas schelmisch, bisschen frech und doch unterhaltsam. So bringen uns die Lauser öfter zur liebenvollen Verzweiflung. Ohne sie wäre es uns ja doch ziemlich langweilig, oder? Das ist unser Motiv für die allerkleinsten Schlingel, die wir so sehr ins Herz geschlossen haben.

[loːʊ̯s mɐ t͡su̯ːi ]

Hör mir zu!

Ob da Maun zur Frau, die Mama zan Papa oder die Oma zan Buam… Das ist einer dieser Herzenssätze aus unserer Kindheit. Gern hört man ihn ja nicht. Dennoch ist er ein wahrer Klassiker. Und allzu oft kommt das Gefühl auf, dass man sich gern mehr Gehör verschaffen möchte. Mit diesem Motiv hoffen wir, ein wenig Hilfestellung bieten zu können. Für alle, die gleich mal klarstellen wollen, dass sie Hörenswertes zu sagen haben.

[MOCH KANE SCHPOMPANADLN]
Auch »Moch kuane Spompanadln!«

Mach keine unnötigen Schwierigkeiten!

In Wahrheit darf es leicht gehen. Da freuen wir uns. Von Umständen, die uns das Leben schwer machen, halten wir nicht viel. Also keine unnötigen Faxen, Fisimatenten, Mätzchen oder Scherereien! Dabei soll dieses Motiv Unterstützung bieten. Für alle das richtige Motiv, deren Nervenkostüm bereits strapaziert ist, diejenigen, die von Haus aus unaufgeregt bevorzugen und Liebhaber des lieben Friedens.

[ na no: na nɛ:t ]

auch »no na«
Eh klar. Ist doch selbstverständlich.

“Des vasteht si do vo söber!” – Aber sicher, natürlich! Klar, ist doch selbstberständlich. Mit dem Motiv drückt man ve­he­ment seine Zustimmung oder Abneigung auf sehr direktem Weg aus. Ein nochmaliges Nachfragen zur Sachlage, wenn als Antwort “no no na ned” kommt, kann man sich also damit ersparen. Für alle Selbstverständlich-Erachter und Liebhaber des Ausdrucks.

[ na ho:mas daʊn ]

Na, haben wir’s dann? bzw. Na, bist du bald fertig?

“Wos dauert’n do so laung?” – Manchmal muss man warten: auf andere oder auf bessere Um- und Zustände. Da kann es leicht sein, dass man die Geduld oder gar den Mut und das Vertrauen in die aktuelle Situation verliert. Das Motiv ist für die mit wenig Gelduld und auch alle, die ihrer Ungeduld liebevoll etwas Luft machen wollen.

[olɪˈtoːɡ is net ˈkiːʁɪˌtoːɡ]

Jeden Tag kann nicht Kirtag sein.

Leider, leider ist das so. Nicht jeden Tag kann Kirtag sein. Obwohl schön wärs schon. Aber das hat die Oma schon immer gsagt, es kann ja nicht täglich wie am Festtag zugehen. Wer diesen amüsanten Spruch auch zum Zerkugeln findet oder gern Omas Botschaft in die Welt tragen möchte, ist mit diesem Motiv bestens ausgestattet.

[ʁəˈvølɪʃ]

nervös, hektisch, aufgescheucht

Aufgscheuchte Hendeln, energievolle Mitmenschen und die mit a weng an schwochen Nervengerüst… Jeder is halt einfach so wie er is. Und rewölische muss es auch geben. Sonst wär is Leben jo fad. Das ist das Motiv für unsere Lieblingsmenschen mit Pfeffer im Allerwertesten. Die, die uns auf Trapp halten und uns immer wieder auffordern ein ruhiger Gegenpol zu sein.

[ˈʃvo̯at͡sɛ søː]
auch »schwoaze Sööl«

Mensch mit vermeintlich finsterer Seele und schwarzem Humor

Mit unserem Motiv “guade Söh” konnten sich so manche Menschen nicht ganz identifizieren. Diese fühlen sich zwar sehr beseelt, würden sich aber ihrer Aussage nach nicht unbedingt als Gutmenschen darstellen. So haben wir für all jene ein Motiv zur Darstellung ihres Selbstbilds kreiert … Tadaaa! Das Motiv für alle bekennend sarkastischen Menschen mit Freude am schwarzen Humor. – Obwohl wir ja finden, dass sich das “schwoaze Söh hobn” und “a guade Söh sein” keineswegs ausschließt. Denn manche von den Allerbesten sind die mit der harten Schale und dem weichen Kern.

[ˈsoːxɐ]
auch »Soucha« oder »Sochn«

Füllwort für das Wort oder den Namen, der einem nicht einfällt

“Na wast eh, der Uane. Na da Socha hoid!” Manchmal fehlen einem einfach die Worte. Aber wir Burgenländer haben sogar dafür eine Lösung parat. Ganz patent verwendet man bei uns im Burgenland “Socha” anstelle jedes momentanen Wortausfalls – Platzhalter und Aufforderung zum heiteren Ratespiel zugleich. Das perfekte Motiv für Vielverwender dieses Unikat-Wortes.

[ ˈʃpʁɪŋi:ŋkɐl ]

lebhafter Wirbelwind, Energiebündel

„So schnö kaunst oft goa ned schaun!“ – Mal hier, mal da. Immer am Tun. Oft auch bezeichnet als Hummeln im Oa…, weil das mit dem ruhighalten und  sitzenbleiben, recht schwer ist für: das Springinkerl. Ein Motiv für unsere Herzallerliebsten, die voller Energie sind und unser Leben ganz schön bunt machen können.

[ˈʃpu̯ɐtɫɐ]

Fußballer

Wer ihn zuhause hat, der muss ihn teilen: den Spuatler! Fußball. Nicht nur ein Sport. Nicht nur ein Hobby. Für manche ist es schon mehr eine Lebenseinstellung. A Spuatler is ma nämlich für immer und von ganzem Herzen. Drum gibt‘s dieses Motiv, mit dem bringt man ihm entweder Verständnis zum Ausdruck oder er erhofft sich ein solches. So oder so – ob Bruder, Mann, Papa oder Freund : a echter Spuatler wird si muads gfrein!

[tswi:da]

schlecht gelaunt, mürrisch, grantig

Grrrr… ahhhh… zwiiiiiedaaaaa – Für die Tage, an denen man einfach nur schlecht drauf ist. Ein Motiv für natürliche Grantscherben, Grummler und diejenigen, die aufgrund mieslicher Tagesverfassung ihre Mitmenschen vorwarnen mögen.

[ ˈtsviːdɐ vʊɐtsn ]

Grantscherben, schlecht gelaunter Mensch

„No? Heit kaunst as wieder!“ – Es gibt sie als tagesabhänginges Exemplar oder von Grund auf angeborener Charakteristik: die Zwidawurzn. Menschen, die dieser Spezies zugeordnet werden, zeichnen sich meist durch Grummeln, Zetern, Wettern oder gar Keifen aus. Und lieb haben wir sie ja so und so. Darum gibt’s neben unserem beliebten zwida auch dieses Motiv für den Selbstausdruck mit Augenzwinkern.