Mei' Red
A bissl wurscht is‘ a
Das Beste kimmt erscht!
[ ɛs ɪs oi:vay: vo:s vo:s ɪn hɪmy: ho:iːt ]
Es gibt immer etwas, was den Himmel oben hält! bzw.
Denk positiv und hab Zuversicht!
Gähn – Streck – und los geht’s. …
“Maunchas moi is hoid scho zach.” – Und trotzdem raffen sie sich tapfer auf:
die loyalen Mitarbeiter, die guten hilfsbereiten Freunde und liebenden Familienmitglieder.
Sie überwinden gekonnt den inneren Schweinehund und wirklich sehr selten sind sie nicht verfügbar. Dann gönnen sie sich eine Pause. Wohlverdientes Krafttanken und wieder Lust schöpfen.
Ein Motiv für meist top Motivierte und für gewöhnlich freudvoll Schaffende.
[ kʊpft vɪa katʃt ]
Es kommt aufs Gleiche hinaus.
„Monches Moi braucht ma ned laung umatuan, wäu’s so oder so gmocht werdn kaun.“ – Manchmal braucht es kein langwieriges Abwägen von Möglichkeiten, denn egal wie man sich entscheidet: das Ergebnis wird das selbe sein. Das Motiv für unsere lieben Mitmenschen, die sich mit dem Entscheiden ganz leicht tun, weil sie das Ziel vor Augen haben. Und natürlich auch geeignet für diejenigen, die sich absolut flexibel auf sowohl das Eine als auch das Andere einlassen. Denn das ist gar nicht mal so selbstverständlich.
[ ˈgʊad ɪs gaʊnga, nɪks ɪs gʃe:nŋ ]
Alles ist gut, es ist nichts schlimmes passiert! bzw. Eh alles ok!
„Hie und do wird’s scho moi eng.“ – Umso erleichterter sind wir dann, wenn wir schlussendlich sagen können, dass alles gut ausgegangen ist. Das Motiv wurde kreiert für alle, die lieber dankbar sind über das gute Ende statt sich über den holprigen Weg zu beklagen und all jene, die eine Geschichte zu erzählen haben, in der es richtig knapp wurde und sich dann doch alles zum Guten gewendet hat. Denn unterm Strich tun Dankbarkeit und Wertschätzung für einen positiven Ausgang viel besser als das Festhalten an den unschönen Herausforderungen des Lebens.
[heɐ̯st]
Aber wirklich!
“Heast!” – Ein Wort mit ordentlich Nachdruck. Manchmal ist es auch gefolgt von einem noch mehr Betonung verleihenden “Oida”. Das passendste Motiv für diejenigen, die schnellstmöglich jegliche Spompanadeln unterbinden wollen und solche, die sich ernsthaft Gehorsam verschaffen wollen.
[Haid kaonst mi: moscharln]
Heute kannst mich gern haben! bzw. Rutsch mir doch den Buckel runter!
Das Motiv für die Tage, an denen einen bitte niemand um etwas fragen soll. Unwille und Grant könnten an der für andere unbrauchbaren Tagesverfassung mitwirken. Das Warum dahinter sei aber dahingestellt, weil unwichtig. Fix ist, dass Träger*innen dieses Motivs eindeutig gleichgültiges und unkooperatives Verhalten markieren können. Hervorragend auch für sture, von sich selbst überzeugte und trotzige Kinder geeignet.
[ iː ɡeː haɪ̯t am ʃpu̯ɐt ]
Auch »i geh heint aufs Match!«
Ich geh heut zum Fussball!
“Heast Schiri, wos is mit dir?“ – So schallt es nicht nur sonntags auf den Fußballplätzen. Ob mit Extrawurscht-Semmerl und Spritzer oder ohne, in der Gesellschaft von Gleichgesinnten wird’s da meist ganz schön emotional. Für begeisterte Match-Geher, enthusiastische Zujubler und eingefleischte Fußballfans gibt es dieses Motiv. Damit allen gleich klar ist, was heut noch am Programm steht.
[ i kʊnt mi ˈt͡ʃpʁaːɡɫn ]
Ich hab so viel zu tun, dass ich gern
an mehreren Orten gleichzeitig wär!
[grumpian]
auch »Grumpan«
Erdäpfel, Kartoffel
Also mal ehrlich: Wer net? – Wer mag keine „Grumpirn“? Eines unserer liebsten burgenländischen Wortschmankerl. Dieses Motiv erzählt von der Herkunft, der erdigen Verbundenheit, der Wertschätzung zu unserer Mundart und ist ein tadellos geeignetes Motiv für Vegetarier, Veganer und Liebhaber unserer Mundart.
[ iː moːɡ maɪ̯ ɡʁaˈmuːʁi ]
Ich mag meinen Krimskrams.
Also bei Kramuri scheiden sich ja bekanntlich die Geister. Kramuri ist sehr subjektiv. Des einen Kramuri ist des anderen Schätzchen. Die einen erfreuen sich mit großer Begeisterung der Hamsterei von haufenweise liebgewonnenen Stücken. Andere hingegen beäugen die Anhäufung von Lieblingstücken eher kritisch und sind Freunde des Ausmistens.
Selbst innerhalb der Ostseele-Leute ist man sich nicht einig, was das wieviel angeht. Das Motiv passt definitiv zu uns allen. Denn ob viel oder wenig Kramuri, unseren Kramuri lieben wir.
Mit diesem Motiv feiern wir alle, die dazu stehen, dass nicht alles funktionell sein muss. Auch hübsche Freudebringer haben ihre Berechtigung.
[ ˈivˌaːnɐxtɪ ]
unausgeschlafen
„Heit woa di Nocht wieder z‘kurz!“ – Die Augen auf Halbmast, ans Kaffehäferl geklammert, noch ein bisserl am Dahängen. Aus unterschiedlichen Gründen kommt’s hie und da schon mal vor: iwanachti sein. Dieses Motiv spricht für die Partygänger und Feierfreudigen, Arbeitswütigen mit Nachtschichten aber auch Mamas und Papas von anspruchsvollen Schlafzwergen. Wir fühlen mit euch, die ihr tramhapad aus der Wäsch schaut. Und weil wir euch keinen Kaffee anbieten können, ist es dieses Motiv geworden.
[ jo: e: ]
Ja eh. – universale Antwort in jeder Lebenslage
“Na wia hommas?” “Wos sull i da sogn? Jo eh.” – Alles Super? Alles nicht so prickeld? Jo eh.
Mit diesem Motiv feiern wir die universale Antwort für jede Situation. Es ist das passende für alle Menschen, die lieber den Ball flach halten wollen. Und natürlich jene, die einfach oft “Jo eh.” sagen.
[loːʊ̯s mɐ t͡su̯ːi ]
Hör mir zu!
Ob da Maun zur Frau, die Mama zan Papa oder die Oma zan Buam… Das ist einer dieser Herzenssätze aus unserer Kindheit. Gern hört man ihn ja nicht. Dennoch ist er ein wahrer Klassiker. Und allzu oft kommt das Gefühl auf, dass man sich gern mehr Gehör verschaffen möchte. Mit diesem Motiv hoffen wir, ein wenig Hilfestellung bieten zu können. Für alle, die gleich mal klarstellen wollen, dass sie Hörenswertes zu sagen haben.
mi frogt jo neamd
mir is‘ wurscht
[MOCH KANE SCHPOMPANADLN]
Auch »Moch kuane Spompanadln!«
Mach keine unnötigen Schwierigkeiten!
In Wahrheit darf es leicht gehen. Da freuen wir uns. Von Umständen, die uns das Leben schwer machen, halten wir nicht viel. Also keine unnötigen Faxen, Fisimatenten, Mätzchen oder Scherereien! Dabei soll dieses Motiv Unterstützung bieten. Für alle das richtige Motiv, deren Nervenkostüm bereits strapaziert ist, diejenigen, die von Haus aus unaufgeregt bevorzugen und Liebhaber des lieben Friedens.
[ na no: na nɛ:t ]
auch »no na«
Eh klar. Ist doch selbstverständlich.
“Des vasteht si do vo söber!” – Aber sicher, natürlich! Klar, ist doch selbstberständlich. Mit dem Motiv drückt man vehement seine Zustimmung oder Abneigung auf sehr direktem Weg aus. Ein nochmaliges Nachfragen zur Sachlage, wenn als Antwort “no no na ned” kommt, kann man sich also damit ersparen. Für alle Selbstverständlich-Erachter und Liebhaber des Ausdrucks.
Na, bitte ned!
[ na ho:mas daʊn ]
Na, haben wir’s dann? bzw. Na, bist du bald fertig?
“Wos dauert’n do so laung?” – Manchmal muss man warten: auf andere oder auf bessere Um- und Zustände. Da kann es leicht sein, dass man die Geduld oder gar den Mut und das Vertrauen in die aktuelle Situation verliert. Das Motiv ist für die mit wenig Gelduld und auch alle, die ihrer Ungeduld liebevoll etwas Luft machen wollen.
[ oiːdɐ ]
Alter – auch universeller Ausdruck von Verwunderung, Ärger und Freude
„Oidaaaaaa! Oida leiwaund! Oida, wos?“ – So kurz dieser Ausdruck auch ist, ist die Bedeutung je nach Betonung und Einsatz sehr facettenreich. Ein häufig und gern verwendetes Wortschmankerl. Sowie ein sehr geeignetes Motiv für Vielverwender und Liebhaber dieses Umgangssprachen-Urgesteins.
[ o:ɪs hɔiːb zo: vy:t ]
Alles halb so schlimm!
[ˈolɐvˌɛːy ˈtiçtɪç ]
immer tüchtig
A so fleissig. So vü tichtig. – Das wünscht man sich an seiner Seite, jemand der da ist, der die Arbeit nicht scheut. Dieses Motiv soll all jenen ein großes Lob und Danke aussprechen, die immer da sind, mitanpacken und einfach machen, ohne lang zu überlegen. Das richtige Geschenk für aufopfernde Arbeitsbienen und tatkräftige Helferleins.
[olɪˈtoːɡ is net ˈkiːʁɪˌtoːɡ]
Jeden Tag kann nicht Kirtag sein.
Leider, leider ist das so. Nicht jeden Tag kann Kirtag sein. Obwohl schön wärs schon. Aber das hat die Oma schon immer gsagt, es kann ja nicht täglich wie am Festtag zugehen. Wer diesen amüsanten Spruch auch zum Zerkugeln findet oder gern Omas Botschaft in die Welt tragen möchte, ist mit diesem Motiv bestens ausgestattet.
[olɪˈtoːɡ is net ˈkiːʁɪˌtoːɡ]
Jeden Tag kann nicht Kirtag sein.
Leider, leider ist das so. Nicht jeden Tag kann Kirtag sein. Obwohl schön wärs schon. Aber das hat die Oma schon immer gsagt, es kann ja nicht täglich wie am Festtag zugehen. Wer diesen amüsanten Spruch auch zum Zerkugeln findet oder gern Omas Botschaft in die Welt tragen möchte, ist mit diesem Motiv bestens ausgestattet.
[ si:s nəɑmt vɪa du: ]
Du bist einzigartig.
„Afoch du!“ – Mit allen liebenswerten, wunderbaren Wesenszügen und auch den paar winzig kleinen Unebenheiten lieben wir sie, unsere Herzensmenschen. Der unglaubliche Partner, unser Schotzl, die liabste Freindin oder die gutmütige und hilfsbereite Arbeitskollegin sind nur ein paar Beispiele für die Kategorie: unsere Lieblinge. Wir schätzen ihre Einzigartigkeit und feiern, dass wir sie haben. Dieses Motiv hilft beim Liebe und Anerkennung zeigen sowie Danke sagen.
Scheiß da nix!
[ˈsoːxɐ]
auch »Soucha« oder »Sochn«
Füllwort für das Wort oder den Namen, der einem nicht einfällt
“Na wast eh, der Uane. Na da Socha hoid!” Manchmal fehlen einem einfach die Worte. Aber wir Burgenländer haben sogar dafür eine Lösung parat. Ganz patent verwendet man bei uns im Burgenland “Socha” anstelle jedes momentanen Wortausfalls – Platzhalter und Aufforderung zum heiteren Ratespiel zugleich. Das perfekte Motiv für Vielverwender dieses Unikat-Wortes.
[daɪt̯ ͡s neːt ˈu̯ɐʁasn̩ ]
auch »Tuats net urasn«
Seid nicht verschwenderisch!
In Zeiten von Klimawandel und Wegwerfgesellschaft dachten wir uns, wär es auch an der Zeit, diesen klassisch burgenländischen Satz wieder mehr ins Rampenlicht zu rücken. Wir von der Ostseele schätzen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Mit diesem Motiv wollen wir einen Beitrag leisten zu einer Welt in der bedachter Umgang mit unseren Rohstoffen, Reparieren statt Neukaufen und bewußtes Leben im Einklang mit der Natur in Mode kommen. Ein Hoch auf die TrägerInnen dieses Motivs. Möge euer Einsatz gegen verschwenderischen Umgang Früchte tragen!
[ dʁaːmhɐpɐt ]
schlaftrunken
„I glaub i bin no ned gaunz do” – In aller Früh ein weitverbreiteter Zustand von Umnachtung im wahrsten Sinne des Wortes: tramhapad sein. Bei manchen hilft der Kaffee beim Gehirnwindungen ankurbeln, bei anderen braucht das in den Tag finden einfach ein bisserl mehr Zeit. Ein wunderbares Motiv als Geschenk für die, die in der Früh immer tramhapad aus der Wäsch schaun und auch solche, die ihrer Umgebung ein klares Signal geben wollen. „Los mi in da Fruah afoch in Ruah!“
[ vˌɛːys e: ʃɔ vʊɐʃt ɪs ]
Weil es schon egal ist.
„Na, daunn tamma hoid!“ – Manches Mal entscheidet man sich einfach fürs Weitermachen oder ein zusätzlich Aufwand betreiben. Ohne viel darüber nachzudenken: beherzt und aus dem Bauch heraus. Als passendes Motiv entworfen für alle Menschen, die von Grund auf tiefenentspannt mit zusätzlichen Aufgaben umgehen aber auch solche, die mit gewisser Gleichgültigkeit gesegnet sind
[ tsa: vo:s ]
Wozu?
„Za wos is des hiatzand guad? Za wos tamma des? Za wos wüst denn des wissen?“ – Das Hinterfragen und Ergründen ist für manche ein passioniertes Hobby und für andere ein angeborener Wesenszug. Das Motiv für all jene, die einen Hauch skeptisch oder vorsichtig sind oder auch solche, denen ihre Zeit zu kostbar ist, um sie mit Unnötigem zu verbringen. Oft frogt ma si jo zu recht! Manchmal lautet die Antwort aber auch ganz schlicht und ergreifend: Afoch so.