Nö, nö, nö. Die OstSeele lebt!
Warum, warum, warum?
Also, ihr lieben Menschen da draußen. Es ist nicht viel im Leben sicher. Aber eines ziemlich sicher: Veränderung.
Wir haben uns schon gedacht, dass unsere Veränderung ein paar Wellen schlagen wird. Dafür sind wir ja mittlerweile bekannt. Kein Stein bleibt auf dem anderen.
Oder irgendwie doch.
Denn seit wir mit Be.Nice auftreten, erreicht uns immer wieder die Frage:
„Gibt’s die OstSeele jetzt eigentlich nicht mehr?“
Die OstSeele lebt. Es ist nur rundherum ein bisschen mehr geworden.
Aber von vorne.
Vor sechs Jahren haben wir unser Projekt „Mundart auf Textilien“ gestartet. Gut, Mundart auf Leiberln war auch damals keine bahnbrechend neue Erfindung.
Unser Fokus war aber ein ganz bestimmter: ostösterreichische Mundart – und ganz besonders unsere burgenländische Muttersprache.
Kerstin, Jürgen und ich hatten eine ziemliche Freude daran, die Sager unserer Eltern und Großeltern auszugraben, aufzuschreiben und auf Textilien zu bringen.
Und dann brauchten wir natürlich einen Namen.
Glaubt uns: Wir haben gebrütet. Stundenlang. Gefühlt tagelang.
Bis er schließlich geschlüpft ist:
OstSeele.
Mit ganz viel Liebe, Herzblut und einer Idee dahinter.
Bei unseren ersten Marktfahrten habe ich den Namen ungefähr 7.438 Mal erklärt. Meist begleitet von leicht genervten Blicken von Jürgen und Kerstin.
„NIKE muss seinen Namen auch nicht erklären.“
Ja eh.
Sie hatten wahrscheinlich recht.
Trotzdem hat mir jedes „Ahhhh, Ostsee!“ ein kleines bisschen wehgetan. Obwohl die Ostsee bestimmt wunderschön ist.
Darum hier noch einmal für alle:
Wir sind beseelte Menschen, die im Osten zu Hause sind. Wir sind OstSeelen.
So einfach ist das.
Und dann ist die OstSeele gewachsen.
Vor drei Jahren hat Kerstin unser gemeinsames Projekt verlassen. Eine OstSeele ist sie natürlich trotzdem geblieben – nur eben eine zurückgezogene.
Jürgen und ich haben weitergemacht.
Und wie das bei uns meistens so ist, blieb es nicht lange bei einer Idee.
Zur OstSeele kamen andere Motive. Andere Themen. Andere Stile. Mit SmallMoments entstand ein weiteres Label. Und schwuppdiwupp wurden es mehr.
Irgendwann hatten wir ein kleines Luxusproblem:
Die OstSeele stand ganz klar für unsere Mundart. Aber wohin mit allem anderen?
Wir wollten die OstSeele nicht so weit aufbiegen, dass am Ende alles irgendwie OstSeele ist. Denn gerade das, wofür sie steht, wollten wir erhalten.
Also brauchten wir etwas darüber.
Und dann kam Be.Nice.
Anfang 2026 haben wir Be.Nice als unsere neue Dachmarke entwickelt.
Und „Dachmarke“ trifft es eigentlich ziemlich gut.
Denn unter diesem Dach ist Platz.
Für OstSeele.
Für SmallMoments.
Für weitere eigene Ideen.
Und auch für unsere Gäste und Kooperationen.
Be.Nice hat die OstSeele also nicht ersetzt. Be.Nice hat ihr ein Dach gebaut.
Unser gemeinsamer Auftritt auf Märkten, bei Veranstaltungen und online heißt deshalb heute Be.Nice.
Die OstSeele bleibt darunter genau das, was sie immer war: unsere Heimat für Mundart, burgenländische Sager und all die wunderbaren Wörter und Sprüche, die viel zu schade wären, um irgendwann verloren zu gehen.
Und falls noch jemand Sorge hat:
Vor wenigen Wochen sind sogar neue OstSeele-Motive dazugekommen. Und es werden nicht die letzten gewesen sein.
Mehr Ideen. Mehr Motive. Mehr Möglichkeiten. Mehr Platz für Dinge, die uns gefallen.
Und diese Vielfalt hat jetzt einen gemeinsamen Namen:
Be.Nice.
Die OstSeele?
Die sitzt ziemlich gemütlich darunter. Und denkt sich wahrscheinlich:
„Jo eh. I bin eh do.“
Andrea & Be.Nice Team!